FKK auf Sylt

Wer in den 60er, 70er und noch in den 80er Jahren an die Insel Sylt dachte, der dachte auch an „Abessinien“ oder „Nackedunien“. Abessinien wurden auf Sylt die Strandabschnitte genannt, an denen nackt gebadet, also FKK betrieben wurde. Die Insel Sylt wurde immer wieder mit Prominenten, Playboys und „Sternchen“ (mit und ohne Skandalen und Skandälchen) verbunden. Aber immer redete man vom FKK-Strand, an dem auch viele „normale“ Urlauber einmal FKK ausprobierten – und dann der FKK verbunden blieben.

Der Ruf der Insel als Spielwiese für Playboys hat sich gelegt. Sylt ist nach wie vor eine gute Adresse für Urlaub und Erholung. Nach wie vor beliebt sind die FKK-Strände auf Sylt.

Zur Erheiterung – FKK ist keineswegs eine todernste Angelegenheit sondern hat auch viel mit Lebensfreude zu tun – soll der Frage nachgegangen, wie die FKK-Strände auf Sylt zum Namen „Abessinien“ kommen. Dazu gibt es folgende Geschichte:

Im Oktober 1935 strandete bei Buhne 31 zwischen Kampen und List der französische Frachtdampfer „Adrar“, der angeblich Waffen für Abessinien (der alte Name für Äthiopien) geladen hatte. Die Sylter nannten den Strandabschnitt bald „Abessinien“, und weil bei Buhne 31 eben nackt gebadet wurde, wurde dieser Name ein Synonym für das Nacktbaden hier. Übrigens sollen die kaiserlich-abessinischen Diplomaten „not amused“ über diese Verbindung gewesen sein. Nach sicheren Quellen soll die „Adrar“ jedoch keine Waffen an Bord gehabt haben; man sagt, an Bord sei nur Porzellan gewesen. Fast ¾ Jahr später, im August 1936 kam sie wieder frei und entschwand, der Name „Abessinien“ für die FKK-Strände auf Sylt blieb.

Sie haben Fragen zu Ihrem nächsten FKK Urlaub? Wir beraten Sie gern.


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