
Kurzinformation:
Die Insel Kreta
SageKreta die Insel des Minotauros, einem Wesen halb Mensch halb Stier, das im Labyrinth hauste und dem alle neun Jahre sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge zu opfern waren. Theseus, der spätere König von Athen, konnte Minotauros überwinden und töten und so ist heute unbeschwerter Urlaub auf Kreta möglich.
Geschichte
Natürlich sollte der Besucher nicht achtlos an den antiken Stätten vorübergehen, der Palast von Knossos ist ein absolutes Muss für geschichtlich Interessierte, an sich gehört dazu auch der Besuch des archäologischen Museums in Heraklion, das die weltweit erlesenste und umfangreichste Sammlung von Fundstücken aus minoischer Zeit beherbergt. Auch der Palast von Phaistos ist einen Besuch wert, nicht weit vom Hotel Vritomartis liegt Frangokastello, eine venezianische Festung.
Chora Sfakion
Chora Sfakion, der nächstgelegene Ort, liegt ca. 65 km von Chania entfernt. Sowohl das Meer als auch die Strände um Sfakia sind sehr sauber. Chora Sfakion hat seine eigene Bergquelle, die das Dorf mit Wasser versorgt. Überall sind hübsche kleine weiße Kapellen zu entdecken, und viele der älteren Häuser dieser Gegend sind in traditioneller Bauweise mit großen steinernen Rundbögen errichtet worden. Das Wetter in Sfakia ist fast immer besser als an der Nordküste Kretas, da es durch die Weißen Berge (die "Lefka Ori") vom Nordwind geschützt ist und auch nur 200 Meilen von Afrika entfernt ist.
Wanderungen durch Schluchten
Erwandern sollte man sich die Imbros-Schlucht (ca 8 Km – festes Schuhwerk unbedingt erforderlich!) und die Samaria-Schlucht (19 Km – auch hier geht ohne festes Schuhwerk nichts!). Die Samaria-Schlucht stellt schon einige Anforderungen an die Wanderer, ist aber auch ein gigantisches Naturerlebnis. Im Sommer kann es hier sehr heiß werden. Nach etwa 1,5 Stunden erreicht man bei der Kapelle "Agios Nikolaos" den ersten größeren Rastplatz mit einer Quelle. Nach knapp 3 Stunden kommt man in das verlassende Dorf Samaria. Dort gibt es Trinkwasser, einen Sanitäter, einen Hubschrauberladeplatz und Toiletten. Danach beginnt der interessante Teil der Samaria-Schlucht. Zu beiden Seiten türmen sich fast senkrecht mehrere hundert Meter hohe Felswände auf. Höhepunkt ist die "Eiserne Pforte" nach etwa 4 Stunden Wanderzeit. Nach einer weiteren halben Stunde erreicht man den Ausgang. Einige Tavernen erwarten hier die durstigen Wanderer. Die Schlucht ist ein Nationalpark und kostet Eintritt.
Stadtbesichtigungen
Die Städte Chania und Rethymnon sind einen Besuch wert. Sie können leicht auf Tagesauflügen von Sfakia aus erreicht werden.
Der Markt von Chania ist der bekannteste auf Kreta und einer der bedeutendsten in ganz Griechenland. Die Markthalle liegt im Zentrum der Stadt zwischen Altstadt und Neustadt
Der Olivenbaum
Eine besondere Bedeutung auf Kreta – wie auch im übrigen Griechenland – hat der Olivenbaum. Er ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, bereits in der Bibel wird er häufig erwähnt. Auf Kreta werden Oliven seit etwa 4.000 Jahren angebaut. Auch heute sind Olivenbäume das wichtigste landwirtschaftliche Produkt Kretas. Es gibt auf Kreta etwa 20 Millionen Olivenbäume. Er ist eine Pflanze, die die Dürre im Sommer gut übersteht. Der Baum wächst auf quasi jedem Boden.
Aus den meisten Oliven auf Kreta wird Olivenöl gepresst. Olivenöl ist immer noch eines der Hauptnahrungsmittel auf Kreta. Es wird kaum ein anderes Öl verwendet. Dies gilt als ein Grund für die hohe Lebenserwartung auf Kreta.
In Öl eingelegte Oliven sind ohne weitere Konservierungsstoffe relativ lange haltbar, was zum Teil ihre große Bedeutung für die mediterrane Küche erklärt.
Essen auf Kreta
Die Hauptmahlzeit des Tages wird auf Kreta am Abend eingenommen. Die Griechen essen sehr spät und oft sehr lange. Der Grieche beginnt die Abendmahlzeit selten vor 21 Uhr, auf Frühstück verzichten die Kreter weitgehend. Ein oder zwei kleine Tassen Kaffee genügen oft. Das reichhaltige und späte Abendessen des Vortags lässt noch kein Hungergefühl aufkommen.
Tavernen sind meist billiger und landestypischer als Restaurants. Speisen werden oft für Mitteleuropäer ungewohnt lauwarm serviert. Die Getränke sind meist sehr kalt. Wer in ganz abgelegenen Tavernen speisen will, kann durchaus in der Küche die Gerichte bezeichnen, die er zu essen wünscht. So wird die (griechisch geschriebene) Speisekarte entbehrlich. Kali orexi – Guten Appetit!
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